Elektroschrott entsorgen

In unserer schnelllebigen Zeit werden Elektrogeräte immer schneller verbraucht und durch neue, technisch ausgereifte Geräte ersetzt. Dabei landet eine große Menge an Elektroschrott in den Mülltonnen und auf Mülldeponien. Aber was ist Elektroschrott eigentlich und welche Schadstoffe stecken in den Geräten?

Mit den Jahren sammelt sich zu Hause oder im eigenen Keller immer mehr Elektroschrott zusammen und man weiß nicht, wohin damit. Manchmal erhofft man sich sogar noch, dass man einige Geräte noch reparieren kann. Trennen tut man sich nur ungern von früher teuer gekauften Geräten. Irgendwann geht einem aber doch der Platz aus und diese müssen weichen. Aber wie stellt man das am besten an? Hier haben wir einige Tipps und Hinweise für Sie, wie Sie ihren Elektroschrott entsorgen können.

Was fällt alles unter Elektroschrott?

Alte Elektrogeräte sind eigentlich alles, was Sie sich vorstellen können. Fernseher, Waschmaschinen oder auch kleinere Dinge wie ein kaputter Toaster, Handys oder Computerzubehör. Das alles kann nicht einfach in den normalen Hausmüll entsorgt werden, da dies nicht gut für die Umwelt ist. Technikgeräte haben viele Materialien verbaut, welche wieder recycelt werden können. Deshalb müssen Elektrogeräte ordnungsgemäß entsorgt werden.

In Deutschland fällt jedes Jahr immer mehr Elektroschrott an. Mittlerweile ist unser Leben in vielen Bereichen von der Technik anhängig, aber auch anfälliger für Fehler geworden. In jedem Haushalt sammeln sich so Geräte an, welche nicht mehr benutzt und entsorgt werden sollten. Laut dem Umweltbundesamt (Quelle: https://www.umweltbundesamt.de/themen/abfall-ressourcen/produktverantwortung-in-der-abfallwirtschaft/elektroaltgeraete#elektronikaltgerate-in-deutschland) sind im Jahre 2019 über 900.000 Tonnen Elektromüll zusammengekommen. Diese Zahl dürfte mittlerweile die eine Million Tonnen überschritten haben. Für jeden Haushalt fallen dabei rund 10 Kilogramm an alten Elektrogeräten an. Hinzu kommen neben privaten Haushalten auch Betriebe, welche ihre technischen Geräte ja ebenfalls entsorgen müssen.

Herkunft von Elektroschrott

Die meisten Elektrogeräte werden in Asien hergestellt. Dort gibt es kaum Umweltschutzbestimmungen und die Arbeitsbedingungen sind oftmals sehr schlecht. Die Produktion der Geräte ist daher oft mit hohen Umweltbelastungen verbunden.

Schadstoffe in Elektroschrott

In den Elektrogeräten befinden sich zahlreiche Schadstoffe wie zum Beispiel Cadmium, Blei, Quecksilber und Hexavalentes Chrom. Diese Stoffe können bei der Produktion der Geräte freigesetzt werden und sind für die menschliche Gesundheit sehr schädlich. Auch bei der Entsorgung der Geräte können die Schadstoffe in die Umwelt gelangen und so zu einer Gefahr für die Gesundheit werden.

Reparieren oder entsorgen?

Man erhofft sich natürlich immer, dass elektronische Geräte ewig halten, aber leider nagt auch an ihnen der Zahn der Zeit. Defekte oder Störungen sind keine Seltenheit und die meiste Technik hält nicht länger als ein paar Jahre. Falls man denkt, das Problem sei zu beheben, ist auf jeden Fall zu einer Reparatur zu raten. Dies ist oftmals kostengünstiger als die Anschaffung eines neuen Geräts und kann das alte noch für einige weitere Jahre über Wasser halten. Man muss also nicht direkt Elektrogeräte entsorgen, sobald diese nicht mehr richtig funktionieren. Man muss das immer selbst abwägen. Aber manchmal sind Geräte einfach irreparabel und müssen sorgfältig entsorgt werden.

Die richtige Entsorgung

Durch die ganzen Einzelteile von Elektroschrott ist es äußerst wichtig, diesen auch richtig zu entsorgen. Elektroschrott entsorgen können Sie auf Wertstoffhöfen oder Recyclinghöfen. Diese haben separate Container, um Elektrogeräte entsorgen zu können. Bringen Sie ihren Schrott einfach zu Fuß, per Auto oder Transporter bei den Höfen vorbei und entsorgen Sie so Ihre unbrauchbaren technischen Geräte. In den meisten Fällen ist dies auch kostenlos. Elektroschrott entsorgen ist also eigentlich sehr einfach und ohne Kosten durchzuführen. Wertstoffhöfe oder Recyclinghöfe gibt es in jeder Stadt und sind meist von der städtischen Mülldeponie mitorganisiert.

Manchmal bieten die Wertstoffhöfe auch eine Abholung an. Informieren Sie sich am besten bei einigen Anbietern, welche Möglichkeiten es gibt. Denn oft ist der Transport von vor allem größeren Gerätschaften nicht einfach und nicht jeder hat ein Auto zur Verfügung. Dies muss aber separat angemeldet werden und gilt nicht als Sperrmülltransport. In einigen Fällen nehmen auch Elektroshops alte Geräte an und entsorgen diese für Sie. Auch hier können Sie sich nur informieren, ob dies möglich ist oder nicht.

Wenn Sie alte Computer oder Geräte mit möglichen persönlichen Daten entsorgen wollen, löschen Sie diese auf jeden Fall. Wenn sich das alte Gerät nicht mehr starten lässt, entfernen Sie die Festplatte oder Speicherkarte. Dort sind alle ihre Daten drauf, welche dann entweder separat gelöscht oder zerstört werden können. Batterien und Akkus sollten ebenfalls entnommen und anderweitig entsorgt werden. Auch hierfür gibt es spezielle Orte, teilweise auch in Ihrem lokalen Supermarkt. Diese sind sonst sehr schädlich für die Umwelt und haben einen anderen Recycle-Ablauf als anderer Elektroschrott.

Studenten Power um Hilfe bitten

Falls Sie keine Möglichkeit haben, Ihren Elektroschrott allein zu entsorgen, können Sie die Studenten-Power gegen einen kleinen Preis um Hilfe bitten. Diese holen die Geräte ab und entsorgen diese fachmännisch bei den lokalen Wertstoffhöfen für Sie.

Fazit: Elektrogeräte entsorgen ist wichtig, um etwas Gutes für die Umwelt zu tun. Der Schrott kann später zu anderen Dingen verarbeitet werden und Sie haben zu Hause wieder mehr Platz geschaffen, indem Sie ihre alten Geräte ordnungsgemäß weggebracht haben.