Auto entrümpeln: 7 Stellen, 1 Stunde

Es ist Mittwoch nach Pfingsten. Die Sonne wird heiß, der Sommerurlaub rückt näher. Sie öffnen die Fahrertür. Eine alte Tankquittung fällt heraus. Ein Bonbon klebt an der Türablage. Im Handschuhfach liegt eine Sonnenbrille, die Sie seit zwei Jahren suchen.

Klingt vertraut?

Im Auto sammelt sich Zeug an, ohne dass es jemand merkt. Eine Stunde reicht, um wieder Ordnung zu schaffen. Wir zeigen Ihnen die sieben Stellen, an die kaum jemand denkt, und was alles dort versteckt liegt.

1. Türablagefächer

Da landet alles, was in der Hand nervt: Tempo-Packungen, Münzen für den Einkaufswagen, Kaugummi, Tankquittungen, halbleere Wasserflaschen. Im Sommer wird aus dem Bonbon eine Klebepfütze, aus der Wasserflasche ein Mikroplastik-Spender.

Was raus muss: alles, was Sie seit zwei Wochen nicht angefasst haben.

2. Mittelkonsole

Hier wohnen die Kabel, die niemand mehr braucht. Ladekabel für Geräte, die längst verkauft sind. AUX-Stecker aus der Zeit, als Autos noch AUX hatten. Bedienungsanleitungen für Radios, die seit Jahren nicht mehr drin sind.

Eine kleine Wahrheit: Wer drei Ladekabel hat, nutzt eines. Die anderen zwei sind Reserve für den Tag, der nie kommt.

3. Handschuhfach

Klassiker. Hier sammelt sich alles, was „mal nützlich sein könnte“. Abgelaufene Erste-Hilfe-Boxen (Pflicht-Check: Verbandsmaterial hat Verfallsdatum). Bedienungsanleitungen, die niemand öffnet, weil heute jeder googelt. Servietten von einem Imbiss aus 2022.

Vor dem Sommer wichtig: Sonnencreme, die zwei Jahre im Hitzefach lag, ist unbrauchbar. Das gleiche gilt für Medikamente.

4. Unter den Sitzen

Der vergessenste Ort im ganzen Auto. Wann waren Sie das letzte Mal mit der Hand drunter? Eben.

Was Sie dort finden werden: einzelne Socken, verlorene Schlüssel-Anhänger, alte Spielzeugautos, Kassenbons, manchmal sogar Geld. Ein Familienauto sammelt unter dem Rücksitz oft erstaunlich viel Müll, ohne dass jemand etwas davon merkt.

5. Kofferraum

Der Sommer-Kofferraum braucht Platz. Was muss jetzt raus? Schneeketten, Eiskratzer, Decken vom Winter. Pfandflaschen vom letzten Großeinkauf, die seit Wochen durch die Gegend rollen. Sportausrüstung, die nicht mehr zur Saison passt.

Pfand zählt: 5 Flaschen, 1,25 €. 20 Flaschen, 5 €. Es lohnt sich öfter als man denkt.

6. Unter der Kofferraum-Ablage

Hier liegt das Reserverad, der Wagenheber, das Pannenset. Aber auch Werkzeug, das jemand mal vergessen hat. Eine alte Decke. Manchmal sogar ein Karton von einem Möbelhaus-Besuch vor zwei Jahren.

Tipp: Pannenset und Warndreieck prüfen. Wer im Sommerurlaub auf der Autobahn liegen bleibt, will nicht feststellen, dass das Warndreieck im Keller liegt.

7. Rückspiegel und Lüftungsschlitze

Die Duftbäume. Jeder hat sie. Kaum jemand wechselt sie. Nach sechs Monaten duftet keiner mehr. Nach zwei Jahren sehen sie aus, als hätten sie Heimweh.

Auch dabei: alte Vignetten von Ländern, durch die Sie längst nicht mehr fahren. Parkscheiben im Lüftungsschlitz. Notiz-Zettel mit Telefonnummern von Werkstätten, die Sie nie wieder anrufen.


Bonus: Das Tech-Chaos im Auto

Fast jedes Auto hat irgendwann diese kleine Sammlung angesammelt:

  • Zwei oder drei Ladekabel, von denen eines wirklich passt
  • Den Handyhalter vom alten iPhone, das längst verkauft ist
  • USB-Adapter für Geräte, die nicht mehr im Einsatz sind
  • Halterungen für Navi-Geräte, die seit Google Maps im Schrank liegen
  • Bluetooth-Adapter aus der Zeit, bevor das Auto Bluetooth konnte

Was bleibt: ein Halter, ein Kabel, das passt. Der Rest darf weg.


Was bringt sogar Geld zurück?

Beim Auto-Entrümpeln finden Sie oft Sachen, die noch Wert haben:

  • Gut erhaltene Kindersitze (Kleinanzeigen, oft 40 bis 80 €)
  • Ungenutzte Werkzeuge, Wagenheber, Pannensets
  • Markenkleidung in der Kofferraumtasche (vergessene Pulis, Sportkleidung)
  • Elektronik, die noch funktioniert

Was Sie nicht mehr brauchen, will oft jemand anderes haben.


Wenn Sie ins Auto schauen und denken: „Im Keller sieht es ähnlich aus“

Das passiert oft. Wer mit dem Auto anfängt, merkt schnell: zu Hause liegt noch viel mehr.

Wir räumen Keller, Dachböden, ganze Wohnungen. Zum Festpreis, den Sie vorher kennen. Besenrein. Diskret.

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In diesem Sinne — gute Fahrt, und denken Sie an die Sonnencreme. Auch die im Handschuhfach.

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