Verschenken statt Wegwerfen

Verschwenderische Gesellschaft: Unser Beitrag für ein besseres Leben

Fast zwei Milliarden Euro gaben die Deutschen vergangenes Jahr für ihren Konsum aus, darunter fallen Kleidungsartikel, Technik und vor allem Lebensmittel aller Art. Nicht nur konsumieren können wir, sondern auch Müll produzieren. Mehr als 50 Prozent des deutschen Abfalls geht auf Hausmüll zurück. Dabei ließen sich eine Vielzahl von Lebensmittel noch verarbeiten, etliches landet ungeöffnet in den Tonnen. Vor allem Obst und Gemüse wird weit vor Ablauf der Haltbarkeit entsorgt, Grund ist häufig Bequemlichkeit aufgrund von Platzmangels oder unschöne braune Stellen. Dabei wären solche Produkte durchaus noch genießbar. Auch Brot und Milchprodukte landen zu einem hohen essbaren Teil im Müll, weniger häufig geschieht dies mit Fleisch. Neben Lebensmittel des täglichen Konsums sind es Alltagsgegenstände, die das Zeitliche segnen sollen.Leichtfertig weggeworfene Produkte? Das muss nicht sein:

Wird ein neuer Staubsauger gekauft, landet der alte auf der Mülldeponie. Wo früher solche Gerätschaften noch einen Platz auf den Verkaufstischen von Trödelmärkten fanden, gehen viele Verbraucher heute den schnellen Weg. Kein Wunder sprechen immer mehr Experten von einer Überflussgesellschaft. Vieles was gekauft wird, benötigen Menschen überhaupt nicht und entsorgen die Waren nach kurzer Zeit. Darunter leidet am Ende die ganze Welt, denn es sind nicht nur die Industrien, die als Hersteller in die Verantwortung gezogen werden, sondern auch die Verbraucher selbst, die schließlich erst die Nachfrage bestimmen. Sie führen schlussendlich mit ihrer Gier nach mehr Konsum zum Raubbau von Ressourcen, die alles andere als nachhaltig für unseren Planeten sind und endlich sind. Zügeln wir uns alle nicht, kann das schwerwiegende Folgen haben.

Deshalb ist verschenken statt wegwerfen immer besser

Wenn Artikel deshalb unbedingt gekauft werden müssen und danach keine Verwendung mehr besteht, ist es immer noch besser zu verschenken, statt wegwerfen zu wollen. Somit erfüllen die Produkte letztlich noch einen Nutzen und wurden nicht mit Energie erzeugt, die keinen Beitrag leistet. Damit unsere Wegwerfgesellschaft zerbricht, gilt es zunächst bei Endkunden ein Bewusstsein zu schaffen, welche Konsequenzen ihr handeln haben. In Deutschland kommt es vielfach vor, dass Menschen möglichst preiswert einkaufen, den Wagen füllen und den vollen Kühlschrank als Statussymbol sehen. Etliche Waren werden kaum konsumiert, es mangelt an Zeit zum Kochen und am Ende landen selbst verpackte Produkte im Abfall. In anderen Ländern ist das Bewusstsein für Qualität deutlich größer. Dort wird gerne einmal etwas weniger gekauft, dafür zielführend, teurer aber auch hochwertiger.

Es muss ein Umdenken stattfinden, um die Nachhaltigkeit in unserer Welt zu fördern

Vielfach verstehen die Menschen hierzulande nicht mehr, wie gut es ihnen geht, ein Prozess des Umdenkens ist längst überfällig. Das eigene Verhalten infrage zu stellen, fällt vielen schwer. Verschenken statt wegwerfen kann aber ein Anfang sein, anderen Menschen die gekauften Artikel zuführen zu können, damit sie am Ende doch noch einen Nutzen besitzen. Hierbei kann es sich etwa um Lebensmittel aller Art handeln, denn wer hat sich nicht schon einmal dabei ertappt irgendein Sonderangebot mitzunehmen, dass er am Ende nicht kaufen wollte? Ob Süßigkeit oder Gewürz, bevor die Produkte das Innere des Müllbeutels kennenlernen freut sich womöglich der eine oder andere über sie als Geschenk. Auch Bücher, Gemälde, Haushaltswaren und Dekorationsobjekte, Geschirr und Besteck, Töpfe und Pfannen, Bettwäsche und Schränke sowie vieles mehr können als Geschenk überzeugen.

An Spendenorganisationen verschenken statt wegwerfen

Wer keine Freunde und Bekannte kennt, für die solche Waren interessant sind, kann sie auch zu Spendenorganisationen bringen, um anderen Menschen eine Freude zu machen. Solche Vereine halten das Motto „Verschenken statt wegwerfen“ schon lange hoch und sind dankbar für jede Form von Spenden. Dazu zählt auch Kleidung. Wenn diese noch keine Mängel aufweist, bietet sie sich für neue Nutzer an. Auch Schuhe, die sicherlich einmal viel Geld gekostet haben, sind nach wie vor gefragte Artikel, die besseres als den Weg in die Abfalltonne verdient haben. Ausrangierte Technik, wie alte Konsolen und Computer, erhalten woanders ein neues Leben. Kinder benötigen beispielsweise nicht stets das neueste, teuerste Spielzeug und freuen sich auch über alte Spielsachen, die beim Aufräumen des Dachbodens zum Vorschein kommen. Manch einer wird staunen, wie alte Objekte schnell ihren Besitzer wechseln. Hierzu zählen auch Möbel aller Art. Falls einmal keine Lösung vorhanden sein sollte, Gegenstände oder Waren zu spenden oder zu verschenken, bietet sich Studenten Power an.

Sie können sich direkt an eine der Einrichtungen aus der Liste wenden.

  • Berliner Büchertisch
  • Beschäftigungsagentur Berlin Brandenburg e.V.
  • BIGHELP e.V.
  • Chance-Bildung, Jugend und Sport BJS gGmbH
  • Deutsches Rotes Kreuz Berlin DRK Berlin e.V.
  • Franziskaner Kloster

Die komplette Liste finden Sie hier: https://www.berlin.de/umwelt/themen/abfall/verschenken-statt-wegwerfen/